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Randgruppen oder Spiritualität und Politik?!? Wie ich schon unter dem Punkt "Körper und Seele" ausgeführt habe, sehe ich viele Dinge unter dem Gesichtspunkt der Erfahrung - Menschen machen die Erfahrung des Andersseins - in Dingen wie Geschlecht, Sexualität, Ethnisierung, sozialer Stellung etc. Eine schwierige wirtschaftliche Situation ist für viele ebenso eine Erfahrung wie Arbeitslosigkeit und kein-Geld-haben - was für mich aber nicht heißt, daß nur, weil es eine Erfahrung ist, man diesen Zustand widerstandslos hinnehmen muß. Als MigrantIn mit einem anderen kulturellen Background hier in Deutschland zu leben - ich kann nicht davon ausgehen, daß alle die gleichen kulturellen Werte haben. Genderfragen sind ein wichtiges persönliches Thema für mich: Frausein ist in dieser Gesellschaft eine Erfahrung, die mit Abwertung und schwer erkämpfter Anerkennung verbunden ist, denn eine wirkliche Gleichheit gibt es noch lange nicht. Menschen stellen ihr Geschlecht in Frage oder fühlen sich schlicht nicht wohl in ihrer (geschlechtlichen) Haut, definieren sich als transgender oder transsexuell - und manche Transsexuelle nutzen die Möglichkeiten der modernen Medizin, um ihren Körper zu verändern. Schwule und Lesben definieren ihre Sexualität anders als die heterosexuelle Mehrheit und gehören damit immer noch zu einer Randgruppe, auch wenn es heute oberflächlich so aussehen mag, als wären sie gleichberechtigt. Femmes, Butches und als queer definierte Menschen machen die Erfahrung, mit ihrer Identität eine Randgruppe zu sein bzw. zusätzlich in die Randgruppe einer schwul-lesbischen Community zu gehören. Für mich gehören Spiritualität und Politik zusammen und schließen nicht aus, politisch und gesellschaftlich Position zu beziehen.
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